Computer - PC Welt
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Googles Gratis-Onlinespeicher schrumpft massiv, falls Sie Google nicht diese vertrauliche Info verraten
Bisher stellt Google kostenlos jedem Nutzer 15 Gigabyte Onlinespeicher zur Verfügung. Doch damit ist jetzt Schluss. 15 GB Gratisspeicher gibt es nur noch, wenn Sie Google Ihre Telefonnummer verraten.
Wer sich jetzt neu für ein Google-Kontoanmeldet, muss bei der Registrierung seine Telefonnummer angeben, um in den Genuss von 15 Gigabyte kostenlosen Onlinespeicher zu kommen. Wer aber seine Telefonnummer Google nicht verrät, bekommt nur noch 5 Gigabyte Gratis-Onlinespeicher für seine Fotos, Dateien und Mails (verteilt über Gmail, Google Drive und Google Photos). Das geht unter anderem aus Posts betroffener Nutzer auf Reddit hervor.
Die Telefonnummer verwendet Google zur Verifizierung des neuen Google-Kontos. Nach erfolgter Verifizierung gelten Sie nicht mehr als anonymer Nutzer und Google stellt Ihnen wie gehabt 15 Gigabyte kostenlosen Onlinespeicher zur Verfügung.
Diese Verifizierung können Sie laut Googlewatchblog auch nachträglich vornehmen. Sie können sich also zunächst ohne Angabe einer Telefonnummer anmelden und dann 5 Gigabyte kostenlosen Onlinespeicher nutzen. Verifizieren Sie sich dann zu einem späteren Zeitpunkt mit Ihrer Handynummer, wächst Ihr kostenloser Onlinespeicher von 5 auf 15 Gigabyte.
Benötigen Sie mehr Onlinespeicher und wollen Google aber partout nicht Ihre Telefonnummer verraten, dann können Sie beispielsweise über Google Onekostenpflichtig Onlinespeicher dazukaufen. Die Preise beginnen bei 100 Gigabyte für 1,99 Euro pro Monat.
Diese Einschränkung gilt aktuell nur für neue Nutzer. Bestandskunden sind davon offensichtlich nicht betroffen. Von Google selbst gibt es dazu bisher keine Stellungnahme oder Mitteilung. Lediglich in dem entsprechenden Support-Dokumenthat Google eine Formulierung geändert. Dort steht jetzt: “Ihr Google-Konto umfasst bis zu 15 GB kostenlosen Cloud-Speicherplatz”. Bisher stand dort: “Ihr Google-Konto umfasst 15 GB kostenlosen Cloud-Speicherplatz”.
Laut 9to5google nahm Google diese Änderung stillschweigend irgendwann im März 2026 vor. Den frühestens Hinweis darauf findet man am 18. März 2026.
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Das Ende des USB-Sticks ist da: Das sind die besseren Alternativen
Jahrelang war der USB-Stick das Mittel der Wahl, wenn es um schnellen und unkomplizierten Datentransfer ging. Was ist der Grund, dass diese praktischen Speicherhelfer heute kaum noch eine Rolle spielen, und stehen sie womöglich sogar kurz vor dem Aus? Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen gibt Aufschluss.
Warum USB-Sticks nicht mehr zeitgemäß sind
So kompakt und handlich sie auch sind: USB-Sticks haben in den letzten Jahren deutlich an Relevanz verloren. Einer der Hauptgründe ist ihre vergleichsweise geringe Speicherkapazität. Viele handelsübliche Modelle enden bei 256 oder 512 GB, wodurch sich große Datenmengen wie 4K- oder gar 8K-Videos, komplette Fotoarchive oder System-Backups nur eingeschränkt transportieren lassen.
Zwar gibt es vereinzelt auch High-End-Sticks mit bis zu 2 Terabyte Speicher, doch für solche Kapazitäten greifen viele lieber direkt zur SSD. Der Grund: SSDs verwenden in der Regel leistungsfähigere Flash-Chips, die für höhere Datentransferraten und eine längere Lebensdauer sorgen. Zudem bieten sie bei vergleichbaren Preisen meist ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein weiteres Problem: Der klassische USB-A-Anschluss passt kaum noch zu modernen Geräten. Die meisten Laptops und Tablets, die inzwischen auf den Markt kommen, setzen auf USB-C (und Smartphones sowieso). Apple spielt sogar mit dem Gedanken, komplett auf physische Anschlüsse zu verzichten und nur noch drahtlose Übertragung zu nutzen.
Vermeintliche Lösungen wie Dual-Sticks mit USB-A- und USB-C-Anschluss erweisen sich in der Praxis oft nur als Kompromiss. Viele dieser Modelle setzen auf einfache Controller und günstigere Flashspeicher, was sich in deutlich langsameren Übertragungsraten bemerkbar macht, vor allem beim Schreiben großer Dateien. Selbst unter optimalen Bedingungen erreichen viele USB-Sticks nur Transferraten im mittleren bis niedrigen dreistelligen MB/s-Bereich.
Moderne Alternativen zum USB-Stick
Externe Festplatten: Viel Speicher für wenig Geld
Externe Festplatten, zum Beispiel SSDs, sind robust und leistungsstark – mit deutlich mehr Speicherplatz als der durchschnittliche USB-Stick.
Nor Gal / Shutterstock.com
Externe Festplatten – ob als klassische HDD oder schnelle SSD – gehören zu den beliebtesten Alternativen zum USB-Stick. Sie bieten deutlich mehr Speicher (bis zu 4 TB und mehr) und vor allem SSDs überzeugen mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit über USB-C oder Thunderbolt. Während HDDs günstig viel Platz bieten, sind SSDs die bessere Wahl für große Datenmengen, da sie schneller, robuster und in höheren Speicherklassen kaum teurer sind als vergleichbare USB-Sticks:
Modell Typ Speicherkapazität [TB] Lesegeschwindigkeit [MB/s] Preis in EUR SanDisk Ultra Dual Drive Luxe USB 1 400 94,99 SanDisk Extreme PRO Dual Drive USB 1 1.000 124,99 SSK Dual-USB Typ C + USBA USB 1 550 105,99 SanDisk Extreme Portable SSD SSD 1 1.050 133,44 Crucial X10 Pro SSD 1 2.100 114,92 SSK Externe NVME-SSD SSD 1 1.050 105,99 Vergleich dreier USB-Sticks und SSD-Festplatten mit jeweils 1 Terabyte Speicher. Wie sich die Festplatten konkret voneinander unterscheiden, das erklärt Ihnen unser Ratgeber “HDD, SSD, M2, NVME etc. – Darauf kommt es bei Datenträgern an“. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten SSD-Tipps, die jeder kennen sollte.
Vorteile externer Festplatten:
- Deutlich mehr Speicherplatz als USB-Sticks
- Stoßfest und langlebig, qualitativere Flash-Chips
- Für Backups oder große Datenmengen ideal
Nachteile externer Festplatten:
- Größer und schwerer als ein USB-Stick
- Teilweise teurer, besonders bei SSD-Modellen
Sandisk Extreme Portable SSD 1 TB (tragbare NVMe-SSD)
Externe Festplatte mit SSD-Technologie, 2,5 Zoll, USB-C, bis zu 2.000 MB/s Lesen und Schreiben, NVMe-SSD, IP65, 5 Jahre Garantie
Crucial X10 Pro 1 TB Portable SSD (exklusiv bei Amazon)
Externe Festplatte mit SSD-Technologie, USB-C, bis zu 2.100 MB/s Lesen und 2.000 MB/s Schreiben, IP55
SSK 2 TB tragbare, externe NVME-SSD
Externe Festplatte mit SSD-Technologie, NVMe-SSD, 2,7 Zoll, USB 3.2 Gen 2, 1.050 MB/s Lese- und 1.000 MB/s Schreibgeschwindigkeit
SD-Karten: Klein, schnell – aber nicht universell
Mit SD-Speicherkarten lässt sich zum Beispiel der Handyspeicher erweitern. SanDisk
Auch SD-Karten (oder microSDs mit Adapter) sind eine kompakte Alternative zum USB-Stick. Besonders bei Kameras, Drohnen oder mobilen Geräten sind sie Standard. In Kombination mit einem USB-C-Kartenleser lassen sich SD-Karten sogar als Mini-Speicherlaufwerk für Notebooks nutzen. Vor dem Kauf von SD-Karten sollten Sie aber das Durcheinander der Spezifikationen verstehen.
Moderne SD- und microSD-Karten bieten heute Kapazitäten von mehreren hundert Gigabyte bis hin zu 1 TB. Gleichzeitig sind sie pro Gigabyte oft günstiger als viele USB-Sticks und erreichen je nach Standard Lesegeschwindigkeiten von bis zu 300 MB/s. Außerdem lassen sie sich leicht wechseln oder dauerhaft in Geräten integrieren, etwa in Kameras oder Laptops mit Kartenleser. Wer also ohnehin mit Speicherkarten arbeitet, kann sie problemlos als mobilen Datenträger nutzen (und spart sich den zusätzlichen Stick).
Vorteile von SD-Karten:
- Extrem klein und leicht
- Gute Geschwindigkeiten bei modernen UHS-II-Karten
- In vielen Geräten direkt nutzbar
Nachteile von SD-Karten:
- Anfällig für Verlust oder Beschädigung
- Für den Einsatz am PC meist ein Kartenleser nötig
Amazon Basics microSDXC High Speed, 512 GB
SD-Speicherkarte mit 512 GB, UHS-I, U3, Class 10, A2, bis 200 MB/s Lesen und 150 MB/s Schreiben, geeignet für Full-HD-, 4K- und 5K-Videos
Sandisk Extreme PRO SDXC UHS-I-Speicherkarte 512 GB
Sandisk UHS-I-Speicherkarte, 512 GB, V30, Übertragungsgeschwindigkeit 200 MB/s, U3, 4K-Videos, Sandisk QuickFlow-Technologie
Samsung PRO Plus microSD-Karte, 256 GB
Samsung PRO Plus microSD-Karte + SD-Adapter, 256 GB, UHS-I U3, Full HD & 4K UHD, bis 180 MB/s Lesen und 130 MB/s Schreiben
Cloud-Dienste: Speicherplatz immer dabei
PHOTOBUAY
Die wohl modernste Alternative zum USB-Stick ist die Cloud. Dienste wie Google Drive, Dropbox, iCloud oder Onedrive bieten Speicherplatz im Internet, auf den Sie von jedem Gerät aus zugreifen können. Dateien müssen nicht mehr manuell kopiert oder transportiert werden, sondern stehen automatisch auf allen verbundenen Geräten zur Verfügung. Damit ersetzen Cloud-Dienste viele klassische Einsatzszenarien von USB-Sticks.
Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem USB-Stick ist die Zusammenarbeit: Mehrere Personen können gleichzeitig an denselben Dateien arbeiten, Änderungen werden in Echtzeit synchronisiert. Klassische USB-Sticks sind dafür praktisch ungeeignet.
Zudem speichern viele Cloud-Dienste frühere Dateiversionen, sodass sich versehentliche Änderungen oder Überschreibungen rückgängig machen lassen. Typische Probleme mit mehrfachen Dateikopien, wie sie beim Arbeiten mit USB-Sticks häufig auftreten, werden dadurch vermieden.
In puncto Sicherheit haben Cloud-Dienste ebenfalls aufgeholt. Moderne Anbieter setzen auf Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und redundante Backups in mehreren Rechenzentren. Dadurch sind Daten besser gegen Hardwaredefekte, Verlust oder Diebstahl geschützt als auf einem einzelnen USB-Stick.
Allerdings ist ein Cloud-Speicher kein kostenloser Ersatz. Größere Speichermengen erfordern meist ein monatliches oder jährliches Abo. Hinzu kommt die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung: Ohne Netz bleibt der Zugriff auf Cloud-Daten eingeschränkt oder gar unmöglich.
Vorteile von Cloud-Diensten:
- Zugriff von überall mit Internetverbindung
- Ideal für Zusammenarbeit und geteilte Dateien
- Automatische Synchronisierung möglich
Nachteile von Cloud-Diensten:
- Abhängig von einer stabilen Internetverbindung
- Begrenzter Gratisspeicher, danach kostenpflichtiges Abo
- Datenschutz und Verschlüsselung sind wichtige Themen
Wie Sie den Speicherplatz in der Cloud optimal ausreizen, erklären wir in diesem Ratgeber.
Fazit: USB-Stick nur noch für Spezialfälle?
Der USB-Stick hat seinen Platz noch nicht ganz verloren. Für einfache Datenübertragungen, Firmware-Updates oder als Boot-Stick ist er nämlich durchaus gebräuchlich und ideal geeignet. Doch als Alltagslösung ist er längst überholt.
Die Kombination aus begrenztem Speicher, sinkender Kompatibilität und wachsenden Anforderungen macht ihn zum Auslaufmodell. Moderne Alternativen wie SSDs, SD-Karten oder Cloud-Dienste bieten mehr Leistung, mehr Flexibilität und in vielen Fällen auch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
USB-Stick: Unterschiede bei Qualität, Tempo & Kapazität – das sollten Sie wissen
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Windows aufräumen: So machen Sie Ihr System wieder schnell
Ein träger Rechner und knapper Speicher zeigen sich selten über Nacht. Mit den richtigen Bordmitteln, ein paar Tastenkombinationen und einer schlanken Routine bekommen Sie Windows wieder zügig und übersichtlich, ohne kostenpflichtige Zusatzsoftware oder riskante Eingriffe in das System.
Windows verwaltet im Hintergrund zahlreiche temporäre Dateien, speichert Reste älterer Updates, sammelt Browser-Caches und startet Programme automatisch, die oft längst nicht mehr benötigt werden.
Auf einem privaten PC oder im kleinen Büro reichen die integrierten Windows-Funktionen in der Regel aus, um das System wieder spürbar zu entlasten und zu beschleunigen.
Die folgenden Praxistipps zeigen, an welchen Stellschrauben Sie schrauben sollten und welche Befehle die Arbeit verkürzen. Zusätzliche Vorschläge zum Freischaufeln knappen Speichers liefert der Beitrag “Windows 11: So räumen Sie schnell Speicherplatz frei”.
Den Speicherstand prüfen, bevor Sie loslegen
Bevor Sie Dateien löschen oder Programme entfernen, lohnt ein Blick auf den vorhandenen Speicherplatz. Öffnen Sie über das Taskleisten-Symbol den Datei-Explorer und klicken Sie in der linken Navigationsleiste auf “Dieser PC”.
Unter dem Eintrag “Geräte und Laufwerke” steht für jedes Laufwerk der freie und der belegte Anteil. Aus dieser Anzeige ergibt sich Ihre Ausgangsbasis. Sie sehen sofort, ob das Systemlaufwerk voll ist oder ob nur eine Datenpartition aus den Fugen gerät. Bei mehreren Laufwerken liefert die Übersicht direkte Hinweise, wo der größte Hebel ansetzen sollte.
Thomas Joos
Datenträgerbereinigung als bewährtes Bordmittel
Das klassische Aufräumwerkzeug von Windows heißt Datenträgerbereinigung und steht seit vielen Jahren zur Verfügung. Sie rufen es auf, indem Sie “Windows”+”R” drücken und im Dialog “cleanmgr” eingeben.
Nach einem Druck auf die Eingabetaste wählen Sie das Laufwerk, danach präsentiert das Tool eine Liste aus heruntergeladenen Programmdateien, Cache-Inhalten, Papierkorb und temporären Daten. Setzen Sie Häkchen vor die Einträge, die wegdürfen, und bestätigen Sie mit “OK” sowie “Dateien löschen”.
Sind erweiterte Optionen gewünscht, starten Sie das Werkzeug mit Administratorrechten. Geben Sie dazu “cleanmgr” im Ausführen-Dialog ein und schicken Sie den Befehl mit der Tastenkombination “Strg”+”Umschalt”+”Eingabe” ab.
In dieser Variante zeigt das Bordmittel zusätzlich den Tab “Weitere Optionen”. Dort lassen sich ältere Wiederherstellungspunkte bis auf den jüngsten löschen, was schnell ein paar Gigabyte zurückbringt, ohne den Schutz vor Systemschäden vollständig aufzuheben. Der Klick auf “Systemdateien bereinigen” erweitert den Aufräumumfang nochmals und beseitigt veraltete Update-Pakete.
Thomas Joos
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 59,99 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Temporäre Ordner manuell leeren
Hartnäckige Reste sammeln sich an drei Orten, die Windows selbst pflegt. Den ersten erreichen Sie über den Befehl “%temp%” im Ausführen-Dialog. Markieren Sie alle Dateien mit “Strg”+”A” und drücken Sie “Entf”.
Bei gerade verwendeten Elementen springen Sie über “Überspringen” zum nächsten Eintrag. Die zweite Adresse heißt “%tmp%”, die dritte “systemtemp”. Für den direkten Zugriff auf den systemweiten Temp-Ordner geben Sie im Datei-Explorer den folgenden Pfad ein:
C:\Windows\Temp
Auch hier funktionieren das Markieren mit “Strg”+”A” und das Löschen mit der Entf-Taste. Inhalte, die das Betriebssystem gerade nutzt, blockieren sich von selbst. Anfänger bleiben bei den drei genannten Befehlen und lassen die Registry sowie den Ordner “C:\Windows\WinSxS” unangetastet, denn Eingriffe an solchen Stellen können das System unbrauchbar machen.
Software loswerden, die niemand mehr benötigt
Programme aus dem Bestand zu entfernen, die seit Monaten nicht mehr gestartet wurden, schafft Platz und reduziert unnötigen Speicherverbrauch. Den klassischen Weg führen Sie über “Windows”+”R” und den Befehl “appwiz.cpl” aus.
Es öffnet sich die Übersicht aller installierten Desktop-Anwendungen, sortierbar nach Größe oder Installationsdatum. Markieren Sie den jeweiligen Eintrag und klicken Sie auf “Deinstallieren”.
Thomas Joos
Apps aus dem Microsoft Store landen nicht in dieser Liste. Für solche Pakete und für mehrere parallele Deinstallationen führt der Weg über die Einstellungen-App, die sich mit “Windows”+”i” öffnet. Unter “Apps” gelangen Sie zur Liste aller installierten Anwendungen, inklusive Filter nach Laufwerk und Größe.
Kleine Büros, deren Geräte arbeitsteilig genutzt werden, bekommen so einen schnellen Überblick über Speicherfresser auf den Endgeräten.
Den Autostart entlasten
Viele Programme tragen sich beim Set-up automatisch in den Autostart ein. Beim nächsten Hochfahren laufen sie als Hintergrunddienst, fressen Arbeitsspeicher und verzögern den Start.
Den Task-Manager rufen Sie mit “Strg”+”Umschalt”+”Esc” auf. Im Tab “Autostart von Apps” steht zu jedem Eintrag, welchen Einfluss das Programm auf die Startzeit hat. Mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und einem Klick auf “Deaktivieren” schalten Sie den Autostart ab, ohne die Software zu deinstallieren.
Thomas Joos
Schutzprogramme, Cloud-Synchronisation und Treiber-Tools von Tastatur oder Maus bleiben aktiv, denn solche Komponenten gehören zum produktiven Betrieb. Alles andere darf in der Regel verschwinden. Windows 11 meldet zudem, sobald sich ein neues Programm in den Autostart einträgt, und gibt damit eine Chance, Bremsen unmittelbar nach der Installation zu deaktivieren.
Offene Fenster mit zwei Tasten schließen
Ein überladener Desktop mit vielen geöffneten Fenstern kann den Rechner ausbremsen und die Konzentration beeinträchtigen. Halten Sie “Alt” gedrückt und drücken Sie “Tab”, um eine Übersicht aller offenen Fenster einzublenden. Mit den Pfeiltasten wechseln Sie zum gewünschten Fenster, mit “Entf” entfernen Sie es direkt aus der Übersicht.
Die Tastenkombination “Windows”+”Tab” öffnet eine alternative Ansicht, in der Sie ebenfalls bequem zwischen den Fenstern wechseln können. Mit der Maus schließen Sie ein Vorschaufenster per Klick auf das entsprechende Schließen-Symbol. Bei nicht gespeicherten Inhalten erscheint ein Hinweis des jeweiligen Programms, der separat bestätigt oder bearbeitet werden muss.
Probleme mit dem Microsoft Store auflösen
Ein voller Temp-Ordner durch hängende App-Pakete trifft kleinere Büros häufig dann, wenn mehrere Mitarbeiter Updates aus dem Microsoft Store anstoßen. Drücken Sie “Windows”+”R” und geben Sie folgenden Befehl ein:
wsreset.exe
Ein leeres Eingabefenster blendet sich für rund zehn Sekunden ein und löscht den Cache des Stores. Anschließend startet die Store-App neu. Bleiben Probleme bestehen, hilft die Problembehandlung. Sie finden sie über die Einstellungen-App unter “System”, “Problembehandlung” und “Andere Problembehandlungen”.
Die Eintragspunkte “Windows Store-Apps” und “Windows Update” lassen sich mit einem Klick auf “Ausführen” starten. Nach einem Neustart sind viele Speicherbremsen aus dieser Ecke beseitigt.
Thomas Joos
Geordnete Ablage statt Chaos auf dem Desktop
Ein aufgeräumtes System lebt von Strukturen, die zum eigenen Arbeitsstil passen. Legen Sie für wiederkehrende Inhalte feste Wurzelordner an und bleiben Sie bei höchstens drei Verschachtelungsebenen, denn tiefere Strukturen verschlucken Dokumente schneller, als diese auftauchen.
Behandeln Sie den Desktop als Zwischenstation und schieben Sie weiter, was länger als ein paar Tage liegen bleibt. Eine Routine von zehn Minuten pro Woche reicht im Regelfall, um neue Downloads, Bildschirmfotos und kurzfristig gespeicherte Anhänge zuzuordnen oder zu löschen.
Dubletten sammeln sich häufig in Bilder- und Belegordnern an. Spezialisierte Werkzeuge spüren identische Inhalte über Prüfsummen auf und liefern Vorschläge zur Bereinigung. Vor dem ersten Lauf legen Sie unbedingt ein Backup an.
Wichtige Daten extern oder in der Cloud sichern
Privatanwender und kleinere Büros profitieren davon, ihre Bestände auf zwei Bereiche zu legen. Eine externe Festplatte mit ausreichender Kapazität dient als lokales Backup, ein Cloud-Dienst übernimmt die Auslagerung selten benötigter Daten.
OneDrive bietet dazu die Funktion “Dateien bei Bedarf”, über die Inhalte zwar im Datei-Explorer sichtbar bleiben, physisch aber erst beim Öffnen heruntergeladen werden. Sämtliche Dokumente erscheinen damit verfügbar, ohne den lokalen Speicher zu belasten. Die Funktion lässt sich im OneDrive-Symbol der Taskleiste über “Einstellungen” und die Rregisterkarte “Synchronisierung und Sicherung” aktivieren.
Thomas Joos
Persönliche Datenbestände dürfen ebenfalls auf eine separate Datenpartition oder ein Zweitlaufwerk wandern. Über die Einstellungen-App erreichen Sie unter “System”, “Speicher”, “Erweiterte Speichereinstellungen” und “Speicherort für neuen Inhalt” eine Auswahl, in der Sie für Apps, Dokumente, Musik, Bilder und Videos jeweils ein bevorzugtes Laufwerk angeben. Neue Inhalte landen damit automatisch dort, wo Platz ist.
SSDs trimmen und Festplatten defragmentieren
Auch der Datenträger selbst profitiert von einer regelmäßigen Pflege. Drücken Sie “Windows”+”R” und geben Sie “dfrgui” ein. Das Bordmittel zeigt für jedes Laufwerk an, ob es sich um eine klassische Festplatte oder ein Solid-State-Drive handelt, und unterscheidet die nötigen Vorgänge selbsttätig.
Eine HDD profitiert von der Defragmentierung, denn zerstückelte Dateifragmente werden neu zusammengelegt und Lesezugriffe beschleunigen sich. Eine SSD bekommt einen TRIM-Befehl, der nicht mehr benötigte Speicherzellen für die nächste Schreiboperation vorbereitet.
Ein wöchentlicher oder monatlicher Lauf genügt für Privatgeräte, kleinere Büros mit hohem Datendurchsatz dürfen häufiger eingreifen.
Wenn alles nichts hilft
Bringt keiner der bisherigen Schritte den gewünschten Effekt, bleibt der Reset des Betriebssystems als Notausgang. Über die Einstellungen-App führt der Pfad “System” und “Wiederherstellung” zu einer Funktion, die Windows neu installiert und dabei wahlweise persönliche Dateien erhält.
Vor diesem Schritt notieren Sie Lizenzschlüssel, legen ein vollständiges Backup an und verschaffen sich Übersicht über benötigte Programme samt deren Installer.
Eine Neuinstallation lohnt sich vor allem dann, wenn das System über Jahre Treiberreste und Konfigurationsleichen angesammelt hat, die kein Aufräumwerkzeug mehr beseitigen kann. Akute Wege zum Freischaufeln belegten Speichers liefert ergänzend der Beitrag “Windows 11: So räumen Sie schnell Speicherplatz frei“.
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One UI 9 Beta ist da: Diese Galaxy-Nutzer können es sofort ausprobieren
Das One-UI-9-Beta-Programm ist für Nutzer der Samsung-Galaxy-S26-Seriegestartet. Samsung verspricht neue Kreativtools, erweiterte Optionen zur Personalisierung des Smartphones und mehr Funktionen für Barrierefreiheit und Sicherheit. Über allem schwebt die Integration neuer KI-Funktionen. One UI 9 basiert auf Android 17.
Das sind laut Samsung die wesentlichen Verbesserungen, die One UI 9 bringt:
- In Samsung Notes sollen neue kreative Funktionen – Samsung nennt als Beispiele dekorative Zierbänder und zusätzliche Stiftstärken – die Möglichkeiten erweitern, um Notizen zu gestalten.
- Bei der App „Kontakte“ können Nutzer jetzt direkt auf Creative Studio zugreifen, um personalisierte Profile zu erstellen, ohne zwischen verschiedenen Apps wechseln zu müssen.
- Mehr Flexibilität soll zudem das überarbeitete Quickpanel bieten. Helligkeit, Lautstärke und der Media-Player lassen sich flexibel anordnen und in ihrer Größe an persönliche Vorlieben anpassen.
- Auch im Bereich Barrierefreiheit führt Samsung neue Funktionen ein. Die Maustasten lassen sich in ihrer Geschwindigkeit anpassen und der Cursor soll sich so präzise und flüssig steuern lassen. Zudem wurden die bislang getrennten Talkback-Funktionen von Google und Samsung zusammengeführt. Ergänzt wird das Toolset durch Text-Hervorhebung, eine Funktion, die ausgewählten Text in einem schwebenden Fenster vergrößert oder hervorhebt, um die Lesbarkeit zu verbessern.
- Zusätzlich stärkt One UI 9 den Schutz vor potenziellen Sicherheitsrisiken. Erkennt das System neue potenziell sicherheitskritische Apps, werden Nutzer gewarnt, die Installation und Ausführung der App blockiert und anhand aktualisierter Sicherheitsrichtlinien Maßnahmen zur Löschung empfohlen.
Samsung Galaxy S26 im Preisvergleich:
ShopPreisProduktPreisVerfügbarkeit
Das One-UI-9-Beta-Programm ist ab dieser Woche für Nutzer der Samsung-Galaxy-S26-Serie in ausgewählten Märkten, darunter Deutschland, Indien, Korea, Polen, Großbritannien und die USA, gestartet. Um am Beta-Programm teilzunehmen, können sich interessierte Nutzer mit entsprechend unterstützten Galaxy-Geräten über die Samsung Members App anmelden.
One UI 8.5 ist derzeit die neueste finale Version von Samsungs Betriebssystem.
Das Galaxy S26 im Test:
- Samsung Galaxy S26 im Test: Fast perfekt, wäre da nicht die KI
- Samsung Galaxy S26+ im Test: Alles, was Sie sich wünschen – aber nichts darüber hinaus
- Samsung Galaxy S26 Ultra im Test: Kleines Hardware-Update mit magischer Software
Alles zu Android 17:
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Am 1.9.2026 kommt das Aus für die ‘Deutsche Post’
“Deutsche Post” als Nachfolgerin der “Deutschen Bundespost” dürfte einer der bekanntesten Unternehmensnamen Deutschlands sein. Doch die “Deutsche Post AG” ist rechtlich bald Geschichte. Stattdessen nennt sich das Unternehmen bald “DHL AG”.
Das deutsche Unternehmen Deutsche Post hatte im Jahr 2002 das US-Unternehmen DHL übernommen (dieses Kürzel besteht aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Firmengründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn). Die Bedeutung von DHL wuchs seitdem immer mehr, vor allem international.
Das führte dazu, dass sich mit Wirkung ab dem 1. Juli 2023 die “Deutsche Post DHL Group” in “DHL Group” umbenannte. Diese Umbenennung betraf nur den Markennamen, rechtlich bestand der Name Deutsche Post AG aber weiter. In Deutschland existierte die Bezeichnung „Deutsche Post“ als Marke ebenso weiter. Der neue Konzernname hatte damals zudem keine Auswirkungen auf den Namen der börsennotierten Konzernobergesellschaft, die weiterhin “Deutsche Post AG” hieß.
Doch nun ändert die Post eben auch ihren rechtlich bindenden Konzernnamen. Vermutlich ab dem 1. September 2026 heißt die Deutsche Post AG dann DHL AG. Dann soll der neue Name im Handelsregister eingetragen sein. Die Umbenennung und Strukturänderung kostet viel Geld: Laut der Tagesschau rund 37 Millionen Euro. Das Unternehmen schreibt:
Die Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit (99,95 Prozent der Stimmen) der Ausgliederung des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland in eine eigenständige Gesellschaft sowie der Umfirmierung der bisherigen börsennotierten Deutsche Post AG in DHL AG zu. Beides soll im zweiten Halbjahr, nach Eintragung ins Handelsregister, in Kraft treten.
Und weiter:
Post & Paket Deutschland wird künftig als eine rechtlich eigenständige, nicht börsennotierte Tochtergesellschaft unter dem bewährten Namen Deutsche Post AG geführt und fokussiert sich, wie die anderen Divisionen des Konzerns, auf das operative Tagesgeschäft. Die börsennotierte Muttergesellschaft firmiert künftig unter dem Namen DHL AG und steuert weiterhin Konzernstrategie, Governance und divisionsübergreifende Services.
Neues Unternehmen für Deutschland
In Deutschland soll das Tochterunternehmen der neuen DHL AG also weiterhin Deutsche Post AG heißen und für das Brief- und Paketgeschäft verantwortlich sein. Dieses Tochterunternehmen wird neu gegründet und bekommt laut Tagesschau einen eigenen Aufsichtsrat, “dessen Kosten samt Extra-Verwaltungskosten sich den Angaben zufolge auf drei Millionen Euro pro Jahr belaufen”.

