Computer - PC Welt
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Computer können 2026 um bis zu 20 Prozent teurer werden – der Grund
Der Heimwerkermarkt wird am stärksten von der Verknappung und den Preiserhöhungen auf dem DRAM- und SSD-Marktbetroffen sein, sagt ein führendes Analystenhaus voraus. Aber es gibt kein Entrinnen für diejenigen, die im Jahr 2026 einen Fertig-PC kaufen, denn das Analystenunternehmen IDC hat bestätigt, dass die großen PC-Hersteller ihre Preise um bis zu 20 Prozent erhöhen werden.
In einer aktuellen Pressemitteilung erklärte das Analystenhaus IDC, dass “Lenovo, Dell, HP, Acer und Asus ihre Kunden vor härteren Bedingungen gewarnt haben und als branchenweite Reaktion Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent und Vertragsrücknahmen bestätigt haben”.
Der apokalyptische Anstieg der DRAM- und SSD-Preise machte sich bereits vor einigen Monaten bemerkbar, als SanDisk, Samsung und Micron vor Preiserhöhungen bei beiden Komponenten warnten. In einem Memo, das TrendForce erhalten hat, heißt es, dass Asus der jüngste PC-Hersteller sein wird, der mit Preiserhöhungen zwischen 10 und 30 Prozent nachzieht.
Auch wenn die größten Hersteller bereits damit begonnen haben, ihre Kunden leise über die Preiserhöhungen zu informieren, werden laut IDC eben gerade die größten Hersteller sich bei den Preisverhandlungen noch am besten durchsetzen können. Das wiederum wird kleinere Anbieter und Heimwerker in die Enge treiben und sie vermutlich dazu bringen, um die verbleibenden Komponenten zu kämpfen, die sie in die Hände bekommen können.
Größere Anbieter werden gewinnen
“White-Box- und kleinere (oft lokale) Anbieter werden dagegen die größte Last tragen, und das schließt auch DIY-Systeme ein, die oft von Spielern gebaut werden”, schrieb IDC. “Das wiederum ist eine Chance für große OEMs, kleineren Herstellern im Gaming-Bereich Marktanteile abzunehmen, indem sie vorgefertigte Systeme als hochwertiger positionieren.”
Der Übeltäter sind nach wie vor die großen KI-Hyperscaler, die so viele Komponenten wie möglich aufkaufen, um Rechenzentren für das Training und die Inferenzierung neuer KI-Modelle einzurichten. Der Unterschied zwischen dem RAM, der in Servern und PCs endet, ist relativ gering, was bedeutet, dass die Speicherhersteller ihre Produktion auf Serverprodukte mit höheren Margen verlagern können und dies auch tun.
Auch SSDs werden hinzugezogen. Das alles bedeutet, dass die Hersteller von Arbeitsspeichern von der astronomischen Nachfrage profitieren und dass die Preise aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten des Marktes steigen.
Ironischerweise bedeutet dies einen weiteren Druck auf KI-PCs. Intel-basierte KI-PCs verwenden in der Regel die Hälfte des verfügbaren DRAMs für VRAM. Die mobilen Ryzen-Plattformen von AMD verwenden eine feste Menge an VRAM, obwohl eine Technologie namens Variable Graphics Memory eine manuelle Feinabstimmung ermöglicht.
VRAM ist im Grunde der Ort, an dem KI-Anwendungen derzeit auf PCs ausgeführt werden, so dass die Maximierung des VRAM als Schlüssel zu einer verbesserten Gesamtleistung der KI angesehen wird. Copilot-PCs benötigen zum Beispiel mindestens 16 GB DRAM.
Das Problem liegt jedoch auf der Hand: Je mehr DRAM an Rechenzentren geliefert wird, desto weniger haben die Hersteller von KI-PCs, um ihre eigenen Systeme zu bestücken. “Je mehr kleine Sprachmodelle und große Sprachmodelle auf das Gerät kommen, desto wichtiger wird der Arbeitsspeicher, wobei viele High-End-Systeme auf 32 GB oder mehr umsteigen”, schreibt IDC.
“Die Branche sieht zwar die Notwendigkeit, mehr Arbeitsspeicher hinzuzufügen, aber es ist unerschwinglich geworden, dies zu tun, selbst wenn es möglich ist, diesen zu beschaffen. Dies wird zu höheren Preisen, niedrigeren Gewinnspannen oder einer möglichen Verringerung der RAM-Menge in neuen Systemen führen – und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.”
IDC hat seine Prognosen für den PC-Markt nicht offiziell geändert, obwohl es sagte, dass es jetzt mehrere “Szenarien” dafür anbietet, wie sich der Markt in Abhängigkeit von den Lieferengpässen entwickeln könnte. Im schlimmsten Fall könnte der PC-Markt um 8,9 Prozent zurückgehen.
IDC sagte auch voraus, dass die Preise von Handys, insbesondere von Android-Handys, betroffen sein könnten. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 20 Prozent der Herstellungskosten eines billigeren Smartphones ausmachen, so IDC. Auch hier werden größere Anbieter wie Apple im Vorteil sein, auch wenn die Flaggschiffe möglicherweise nicht den kontinuierlichen Zuwachs an Arbeitsspeicher und Speicherplatz erfahren, den die Kunden erwarten.
“Sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen bedeutet dies das Ende der Ära des billigen und reichlich vorhandenen Arbeitsspeichers, zumindest mittelfristig”, schrieb IDC.
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Für diese Windows- und Office-Versionen kommt 2026 das Aus – das können Sie tun
Auch 2026 heißt es wieder Abschied nehmen. Von beliebten Programmen, mit denen wir täglich gearbeitet haben oder immer noch arbeiten.
Windows 11 24H2
So stellt Microsoft in diesem Jahr den Support für Windows 11 24H2 Pro und Home ein, wie Sie hier bei Microsoft nachlesen können. Am 13. Oktober 2026 wird das der Fall sein. Dann erscheint nämlich das nächste große Windows-11-Update und dementsprechend beendet Microsoft die Unterstützung für die vorletzte Windows-11-Version. Das war auch 2025 schon der Fall, damals endete im Herbst der Support für Windows 11 23H2.
Am 13. Oktober 2026, dem Microsoft-Patchday, erhalten Sie also das letzte Mal Updates für 24H2. Spätestens an diesem Tag sollten Sie auf eine neuere Windowsversion wie 25H2 updaten.
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 48 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Windows 11 24H2, das diese neuen Funktionen auf den Rechner brachte, hatte nach seinem Erscheinen bei vielen Nutzern für Kopfzerbrechen gesorgt. Bei einigen Nutzern scheiterte bereits die Installation, bei anderen Nutzern hagelte es Fehlermeldungenund die Rechner machten urplötzlich Neustarts. Die Taskleiste konnte auf den Windows-PCs einfrieren. Bei einigen Spielen sank die Framerate.
Office-Programme ließen sich teilweise nicht mehr unter Windows 11 24H2 verwenden. Microsoft stoppte zwischenzeitlich sogar die Auslieferung von 24H2.
Windows 11 SE stirbt ebenfalls
Das Supportende für Windows 11 24H2 hat eine spezielle Nebenwirkung: Damit stirbt endgültig auch Windows 11 SE.
Dieses Windows 11 SE hatte Microsoft im November 2021 als Alternative zu Googles Chrome OS angepriesen, doch Windows 11 SE konnte sich am Markt nicht durchsetzen. SE war vor allem für günstige Notebooks im Schuleinsatz gesacht. Wir schrieben im November 2021:
Windows 11 SE soll ein ablenkungsfreies Arbeiten ermöglichen und zudem möglichst sicher sein und Geräte mit Windows 11 SE sollen sich von Administratoren möglichst einfach verwalten lassen. So bietet Windows 11 SE eine überwachte App-Installation (es kann also nicht jeder Schüler einfach jede beliebige App installieren), App-Start im Vollbildmodus, das standardmäßige Speichern von Dateien im Cloudspeicher (wofür 1 TB Speicherplatz pro Gerät vorhanden ist) und eine laut Microsoft besonders lange Akkulaufzeit. Microsoft 365 ist vorinstalliert. Zudem sollen sich über den Browser Edge viele webbasierte Lernapps nutzen lassen. Populäre Drittanbieter-Apps wie Zoom oder Chrome funktionieren mit Windows 11 SE ebenfalls. Updates für Windows 11 SE werden automatisch im Hintergrund installiert.
Im Oktober 2026 stellt Microsoft dafür das letzte Mal Updates bereit, wie Sie hier nachlesen können. Nach diesem Datum bekommen Sie für Windows 11 SE weder Updates noch Hilfestellung bei Problemen. Überraschend kommt das Ende aber nicht, bereits im August 2025 haben wir darüber berichtet.
Das letzten Herbst erschienene Windows 11 25H2 bekommt übrigens Updates bis 12. Oktober 2027.
Windows 11 23H2: Letzte Versionen fallen aus dem Support
Am 10. November 2026 kommt auch das Ende für Windows 11 23H2 Enterprise, Education and IoT Enterprise. Für Windows Windows 11 23H2 Home und Pro war bereits im November 2025 Schluss.
Support für Microsoft Office 2021 endet
Das im Oktober 2021 erschienene Office 2021, der Vorgänger des aktuellen Office 2024, fliegt am 13. Oktober 2026 ebenfalls aus dem Support. An diesem Tag stellt Microsoft zudem den Support für Office LTSC 2021 und Office LTSC 2021 für den Mac ein, wie die US-IT-Nachrichtenseite Windowslatest berichtet.
Sie können Microsoft Office 2021 zwar auch nach dem Supportende weiter verwenden, allerdings bleiben neu entdeckte Sicherheitslücken ungeschlossen. Das sollten Sie nicht riskieren.
Betroffene Kunden sollten also auf Microsoft Office 2024 (Einmalzahlung ohne Abo; nur Sicherheits-Updates) oder auf Microsoft 365 (Abo; Updates bringen auch neue Funktionen) wechseln, um auch weiterhin Sicherheits-Updates zu erhalten. Für Office 2024 bietet Microsoft aber keine günstige Upgrade-Lösung, sondern Sie müssen die aktuelle Office-Generation zum vollen Preis erwerben.
Microsoft Office Home 2024 bekommen Sie hier bei Amazon für 129 Euro. Die Abo-Variante Microsoft 365 Single für 1 Person erhalten Sie auf Amazon für 92,90 Euro. Die Lizenz dafür müssen Sie nach 12 Monaten aber kostenpflichtig verlängern.
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Windows lässt sich nicht mehr ohne Internet aktivieren – Microsoft schockt Nutzer
Microsoft hat laut US-Medienberichten die letzte Möglichkeit abgeschafft, Windows ohne Internetverbindung zu aktivieren. Dabei handelt es sich um die Aktivierung per Telefon. Diese scheint seit einigen Tagen nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Offiziell hat Microsoft das Aus für die Telefon-Aktivierung aber nicht mitgeteilt und es gibt auch noch den entsprechenden Menüpunkt in Windows. Stattdessen berichten betroffene Nutzer davon, dass die entsprechende Funktion nicht mehr funktioniere beziehungsweise unter der entsprechenden Telefonnummer nur noch eine kurze Bandansage komme. Wer in den USA die US-Telefonnummer zur Aktivierung anruft, hört Nutzerberichten zufolge nur noch diese Nachricht:
Der Support für die Produktaktivierung ist nun online verfügbar. Die schnellste und bequemste Möglichkeit zur Aktivierung Ihres Produkts finden Sie auf unserem Online-Portal für die Produktaktivierung.
In diesem Youtube-Video demonstriert ein Nutzer diese Erfahrung:
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist heute das Windows-11-Upgrade für günstige 48 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Kurios: Auf der deutschsprachigen Supportseite zur Aktivierung von Windows nennt Microsoft immer noch die Möglichkeit zur telefonischen Aktivierung. Demnach sei die Aktivierung “Online über das Internet, per Telefon über unsere automatisierten Systeme und durch einen Live Support Advokat” möglich. Und fährt fort: “Wenn bei der Onlineaktivierung Probleme auftreten oder keine Internetverbindung besteht, können Sie die Aktivierung telefonisch vornehmen”. Danach folgt dieser lange Abschnitt:
Automatisiertes System & Live Support Advokat: Um die Telefonnummer für den Aktivierungssupport zu erhalten, folgen Sie der unten stehenden Methode “Aktivieren per Telefon”. Sie erhalten die Möglichkeit, Ihr Gerät über das Telefon zu aktivieren. Bitte versuchen Sie, die Aktivierung mit dieser Methode durchzuführen. Wenn Sie die Aktivierung nicht erfolgreich abschließen können, werden Sie mit dem Microsoft-Support für Ihre Region und Ihr Land verbunden.
Die Möglichkeit für die telefonische Aktivierung nennt Microsoft ausdrücklich für Windows 11 und Windows 10 und sogar noch für Windows 8.1 und Windows 7. Auch auf der englischsprachigen Microsoft-Seitewird die telefonische Aktivierung ausdrücklich genannt (ebenso hier). Nirgends spricht Microsoft davon, dass es die Aktivierung per Telefon entfernt habe.
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Weniger drin als draufsteht: So tricksen Hersteller bei der Powerbank-Kapazität
Bei einer Powerbank kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Man sucht eine aus, kauft sie, steckt das Smartphone dran und schon lädt es, auch bequem unterwegs.
Problematisch wird es aber, wenn etwa eine Kapazität in Höhe von 20.000 mAh angeboten wird, die Powerbank Ihr Smartphone weit weniger oft aufladen kann, als Sie gehofft hatten. Oder schon leer ist, bevor Ihr Notebook überhaupt einmal vollständig aufgeladen ist. Warum ist das so?
Warum aus 20.000 mAh plötzlich weniger wird
Die Kapazität (oder auch Nennladung) ist das Kriterium, die die Leistungsfähigkeit einer Powerbank ausdrückt, und wird mit mAh (Milli-Ampere-Stunden) angegeben. Eine Powerbank mit einer Kapazität von 20.000 mAh kann also mehr Energie speichern und abgeben als eine Powerbank mit nur 10.000 mAh. Und doch sollten Sie sich nicht nur darauf verlassen, was draufsteht.
Denn: Nahezu jede Powerbank verwendet zum Speichern Lithium-Ionen-Zellen. Solche Zellen arbeiten intern mit einer Spannung von 3,7 Volt (V). In der Regel aber werden Smartphones oder Tablets mit mindestens 5 Volt geladen. Wenn Sie über den USB-Anschluss Ihr Smartphone anschließen, dann muss die Powerbank erst einmal die Spannung von 3,7 V auf 5 V hochwandeln.
Gibt ein Hersteller an, dass eine Powerbank eine Kapazität von 20.000 mAh hat, dann bezieht sich dieser Wert immer auf die 3,7 Volt. Wird die Spannung beim Laden umgewandelt, dann ändert sich auch die tatsächliche Kapazität!
Berechnen kann man das so:
Offizielle Kapazität x 3,7 V : benötigte Spannung (z. B. 5 V) = umgewandelte Kapazität
Bei einer 20.000-mAh-Powerbank würde das eine umgewandelte Kapazität von 14.800 mAhergeben. Würde – denn in der Praxis fällt die Kapazität sogar noch geringer aus.
Verluste durch die Elektronik
Beim Hochwandeln der Spannung geht durch die Elektronik zusätzlich Energie verloren. Moderne Powerbanks haben einen Wirkungsgrad zwischen 85 und 90 Prozent – bei guten Modellen. Billige Powerbanks schaffen oft nur 70 Prozent. Bei einer Umwandlung auf 5 Volt ist ein Wirkungsgrad von 85 % ein guter Durchschnittswert.
Durch diesen Wirkungsgrad hätte eine 20.000-mAh-Powerbank am Ende eine Kapazität von rund 12.600 mAh. Das sind 63 Prozent der versprochenen Kapazität. Behalten Sie diesen Richtwert im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal eine Powerbank kaufen.
Noch geringere Kapazität bei Quick Charge, Power Delivery oder Notebook
Was ist aber, wenn man ein Gerät an die Powerbank anschließt, das eine höhere Spannung als 5 V benötigt? In diesem Fall fällt dann auch die Kapazität am Ende geringer aus. 5 Volt ist die Standardspannung beim USB-Laden, aber heutzutage wird von einer Powerbank oft mehr abverlangt:
- 9 Volt bei Quick Charge (für schnelleres Smartphone-Laden)
- 12 Volt beim Laden der meisten Netbooks
- 15 Volt bei Power Delivery
- 20 Volt beim Laden eines MacBooks oder der meisten Notebooks
Je höher die Ausgangsspannung, desto geringer wird die nutzbare Kapazität.Zum einen ist die Umwandlung von 3,7 V auf eine weit höhere Spannung extrem groß. Zum anderen sinkt der Wirkungsgrad, je stärker die Umwandlung ist. Es ist hilfreich, sich bei Powerbanks mit Lithium-Ionen-Zellen an den folgenden Werten zu orientieren:
Ausgangsspannung Ungefährer Wirkungsgrad Ungefährer realer Anteil der nutzbaren Kapazität Berechnung (am Beispiel 20.000 mAh) 5 V (Standard‑USB) 85 % 63 % 12.600 mAh 9 V (z. B. Quick Charge) 80 % 55 % 11.000 mAh 12 V (z. B. bei Netbooks) 75 % 46 % 9200 mAh 15 V (z. B. bei Power Delivery) 70 % 39 % 7800 mAh 20 V (z. B. bei Notebooks oder MacBooks) 65 % 32 % 6400 mAh Übrigens: Warum Wh aussagekräftiger sind als mAh
Interessant ist übrigens auch, wenn Sie bei der Suche nach der passenden Powerbank darauf achten, ob neben der Angabe in mAh auch die Wattstunden (Wh) genannt werden. Denn Wh beschreibt die tatsächlich gespeicherte Energie, unabhängig von der Spannung.
Laden Sie ein Smartphone mit 5 V oder per Power Delivery mit 15 V, dann verändert sich die tatsächliche Kapazität, aber die Energie bleibt immer gleich.
Die Wh-Angabe hilft Ihnen also dabei, Powerbanks besser miteinander zu vergleichen. Beispielsweise hat eine 20.000-mAh-Powerbank in etwa 74 Wh.
Zudem ist die Wattstunden-Angabe auch das, was als Richtwert für sichere Powerbanks bei Flügen gilt. Powerbanks bis 100 Wh dürfen ohne Genehmigung mit ins Handgepäck.
Die reale Kapazität – in der Praxis sogar noch krasser!
Die Berechnung mit dem realen Prozentsatz sowie der Blick auf die Wattstunden-Angabe sind gute Anhaltspunkte beim Kauf. Diese Werte können aber in Praxis abweichen. Mögliche Faktoren, die die reale Kapazität beeinflussen, sind:
- Schutzmechanismengegen Tiefentladung – damit die Zellen nie vollständig leer werden
- Temperatur– Kälte oder Hitze senken die Effizienz
- Qualität der verbauten Drähte und Platinen – schlechte Bauteile erhöhen die Verluste
- Qualität der verwendeten Akkuzellen
Gerade letzteres kann die tatsächliche Kapazität extrem nach unten drücken. Das konnten wir über lange Zeit in unserem großen Powerbank-Vergleichstest erkennen. Hier testen wir alle Geräte konstant mit einem Verbrauch bei 5 Volt. Und hier schnitten manche Powerbanks extrem schlecht ab. Die drei Powerbanks, die in unserem Test den niedrigsten Anteil an Kapazität brachten:
- Paidashu Power Bank 27.000 mAh 22,5 W:nur 29 % nutzbar
- CFIAI PB-08 26.800 mAh Power Bank: nur 32 % nutzbar
- LKOUY Power Bank N2 20.000 mAh: nur 35 % nutzbar
Warum haben diese Geräte bei unseren Messungen so schlecht abgeschnitten? Bei Billig-Powerbanks wird an der Elektronik gespart. Die Spannungswandler sind minderwertig, der Wirkungsgrad liegt oft unter 70 Prozent. Hinzu kommen schlechte Drähte und ineffiziente Schutzmechanismen.
Die fünf besten Modelle
Hin und wieder überraschen manche Powerbanks auch im Positiven. Die RealPower PB-20k PDhat etwa mit 79 Prozent in all den Jahren am besten abgeschnitten (leider ist sie aktuell nur schlecht verfügbar). Von den Powerbanks, die aktuell erhältlich sind und die uns durch überdurchschnittlich gute Kapazitäten aufgefallen sind, sind das die fünf besten:
- Green Cell PowerPlay 10S (74 %) Bei Amazon ansehen
- RealPower PB-10000PD (73 %)Bei Amazon ansehen
- Iniu Powerbank BI-B5 20.000 mAh (73 %)Bei Amazon ansehen
- Intenso Powerbank XS 10000 (73 %)Bei Amazon ansehen
- Anker 325 Powerbank (73 %)Bei Amazon ansehen
Was machen diese Modelle besser? Marken wie Anker, Green Cell, RealPower oder Intenso setzen auf hochwertige Spannungswandler mit Wirkungsgraden über 90 Prozent.
So kaufen Sie die richtige Powerbank
- Achten Sie auf Wattstunden (Wh): Die ehrlichste Angabe, oft auf der Rückseite aufgedruckt. Eine 20.000-mAh-Powerbank sollte etwa 74 Wh haben.
- Setzen Sie auf Markenqualität: Anker, Green Cell, RealPower, Intenso schneiden in Tests regelmäßig besser ab als No-Name-Produkte.
- Checken Sie Testergebnisse: Unser Vergleichstest zeigt alle Messwerte bei 5 Volt.
- Hochwertige USB-Kabel: Kurze, hochwertige USB-C-Kabel reduzieren Verluste.
Auf den Punkt:Die 20.000 mAh auf der Verpackung beziehen sich auf die interne Spannung von 3,7 V – am USB-Port mit 5 V kommen real nur etwa 63 Prozent an. Bei höheren Spannungen wie 20 V sind es sogar nur noch 32 Prozent. Wer auf Markenqualität und Wattstunden-Angaben achtet, kauft klüger – und erlebt keine bösen Überraschungen.
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Volkswagen zeigt neuen Innenraum – jetzt wieder mit physischen Tasten
Das neue Elektroauto ID. Polowird das erste Fahrzeug sein, das mit dem aktualisierten Innenraum ausgestattet ist – es symbolisiert damit eine neue, vernünftigere Richtung in der ID.-Familie. Es geht nicht mehr darum, dem Minimalismus hinterherzujagen, sondern darum, das Auto tatsächlich (blind) bedienen zu können. Klimaautomatik, Lautstärke und zentrale Funktionen bedient der Fahrer jetzt wieder über physische Tasten, und das Lenkrad hat seine klaren Tastenfelder zurückerhalten.
Das brandneue Multifunktionslenkrad mit physischen Tasten. Volkswagen
Zwei große Displays – 10,25 Zoll vor dem Fahrer und 13 Zoll in der Mitte – werden durch neue Software ergänzt, darunter das Fahren mit einem Pedal und die nächste Generation des Travel Assist. Volkswagen spricht von wärmeren Materialien, recycelten Inhalten und einem Design, das sie “Pure Positive” nennen.
Die serienreife Version des ID. Polo wird in diesem Frühjahr seine Weltpremiere feiern und in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt kommen. Volkswagen
Aber die größte Verbesserung liegt wahrscheinlich in den Fingerspitzen. Und für die Nostalgiker: Auf Knopfdruck verwandeln sich die Instrumente in eine klassische Golf-I-Ansicht (die Geschichte des VW Golf lesen Sie in diesem Beitrag).
Mit dem ID.Polo, der 2026 auf den Markt kommt, lässt Volkswagen endlich den Touch-Hype hinter sich und verbaut wieder etwas, das tatsächlich funktioniert und sich auch bedienen lässt, ohne dass man den Blick von der Fahrbahn nehmen muss. Eine Entscheidung, die wir seit langer Zeit fordern. Doch lange Zeit weigerten sich viele Autohersteller, einzugestehen, dass physische Bedienelemente sich sicherer, zuverlässiger und schneller bedienen lassen. Stattdessen wurden Touchelemente in großem Umfang verbaut und auf die Sprachsteuerung als Ergänzung verwiesen. Dieser unsinnige Trend scheint nun aber endlich gestoppt.
Mehr zum neuen Polo lesen Sie in VW ID. Polo ist der erste elektrische VW Polo – Antrieb, Reichweite, Preis, Release.

